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Fragmentum mediterraneum

Sagt die Legende, dass der wirkliche Beweggrund eine unglückliche Liebe war und der Kampf um die Hand einer funtanaischen Schönheit…

Ein weiser Spruch sagt, dass ganz besonders mediterrane Städte mehr in Erinnerungen schwelgen als in der Gegenwart und dass ihre Vergangenheit oft eindrucksvoller war als ihre Stellung es heute ist. Auch sind die alten Überlieferungen lebendige Zeugen ihrer langen Geschichte.

Trotz seiner geringen Ausdehnung und den wenigen größeren Bauten wie der Borisi-Palast, das so genannte Kastell, und die weiß getünchte Kirche des Hl. Bernard aus dem 17. Jh. findet man in Funtana doch an jeder Hausecke, in jedem Stein und jeder Türeinfassung interessante Hinweise auf vergangene Zeiten.

Schlendern Sie einfach durch den Ort, seien Sie neugierig, Schauen Sie genauer hin, werfen Sie einen Blick in die Haustore und stellen Sie Fragen an seine Bewohner. Obwohl geschichtliche Quellen Funtana erstmals um 1331 erwähnen, war die Ansiedlung seit der Antike durchgehend bewohnt: es wurde dort Salz gewonnen zur Konservierung der Fische und in den naheliegenden Steinbrüchen wurde ein ganz spezieller Kalkstein mit einer körnigen Hornstruktur abgebaut, dem so genannten Mandulat (abgeleitet vom italienischen mandorlato, einem harten Kuchen vermischt mit Mandeln). Aus dieser Zeit stammt auch die von ihren Ausmaßen her beeindruckende römische Villa bei Zelena laguna, deren noch erhaltene Gebäudeteile besichtigt werden können. Betrachtet man die luxuriöse Bauweise, kann dies nur dadurch erklärt werden, dass die Villa über ein eigenes Aquädukt mit Wasser aus den Quellen von Perila versorgt wurde.

Im Mittelalter bildeten Funtana und Zelene Laguna ein selbständiges Lehen. Durch Seuchen und Malaria wurde der Ort, wie viele istrische Städtchen, entvölkert, weshalb sich im 16. Jh. neue Bewohner ansiedeln konnten. Sie waren vor den Türken geflüchtet und wurden von dem stolzen Kapitän Bernard Borisi aus Bar (Montenegro) angeführt. Die Neuankömmlinge errichteten direkt in Funtana ihre neuen Heime. Borisi beschloss 1610 den Bau eines Familienpalastes, das Kastell Borisi, das noch heute den Ort überragt. Um  dieses Kastell ranken sich zahlreiche Legenden und die achtjährige Verbannung des Grafen gab Stoff zu Romanen.

Nachdem sie als Grafen bestätigt worden waren,  herrschten die Borisi in Erbfolge bis 1869 über Funtana und Umgebung. Im Jahre 1651 jedoch verloren sie auf brutale Weise Ihre Herrschaftsrechte: der Grund war der Totschlag eines kroatischen (slawischen) Untergebenen, der von Pietro Borisi begangen wurde. Obwohl die venezianische Obrigkeit ihnen ihre Herrschaftsrechte nach acht Jahren wieder zurückgab, nachdem erwiesen wurde, dass Pietro den Totschlag begangen hatte, nachdem er durch zahlreiche Beleidigungen und Drohungen der slawischen Bevölkerung provoziert worden war, sagt die Legende, dass der wirkliche Beweggrund eine unglückliche Liebe war und der Kampf um die Hand einer funtanaischen Schönheit.

Im Mittelmeerraum, egal wohin man sich auch wenden mag, mangelt es nicht an solchen Geschichten …..

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